Alternative Ecke e.V.
Alternative Ecke e.V.

Aktuelles/Termine

Pflegearbeiten in der Engelterhohle

Hohlwege sind wertvolle Lebensräume der Kulturlandschaft im Kraichgau. Um die Nutzbarkeit als Wanderweg und seinen Biotopwert zu erhalten, sind regelmäßige Pflegemaßnahmen notwendig. Daher hatten wir zu einem Vormittag IN DER NATUR - FÜR DIE NATUR für Montag, den 18. August  eingeladen.
Die Resonanz auf unseren Aufruf war erfreulich und so konnten wir mit 10 Personen dem Aufwuchs zu Leibe rücken. Mit Elektro-Freischneider, Astscheren und Rebscheren wurden Gehölze, Goldruten- und Brennnesselbestände geschnitten. Efeu- und Waldreben-Lianen wurden gekappt, um Lößwände als Wildbienen-Nistplätze wieder freizulegen. Dann häuften wir das Schnittgut auf Schleppdecken, um es zum Sammelplatz zu transportieren. Das Wetter war perfekt und am Schluss gab es ein leckeres Vesper.
Wir sagen den Teilnehmern ein herzliches Dankeschön für ihren Einsatz!

 

Auf der Streuobstwiese ist was los – Kinderferienprogramm 2021

Bei herrlichstem Wetter begrüßte der Naturpädagoge Frank Hoffmann zusammen mit seinem Hund Emma die teilnehmenden Kinder am Häckselplatz Ubstadt zum Ferienprogramm der AE.  Eine herrliche Wiese mit allem was dazu gehört (schattenspendende Obstbäume, grüne Gräser, bunte Wiesenblumen, viele kleine Krabbeltiere) war das Ziel unseres kurzen Fußmarsches. Nachdem sich alle gegenseitig spielerisch kennengelernt hatten, ging`s um die tierischen Bewohner der Streuobstwiese. Wie viele Beine hat ein Weberknecht, welches Tier hat gar keine und hat der Tausendfüßer wirklich 1000 Beine?
Mit Becherlupen ausgerüstet streiften alle durch das große Wiesengelände und brachten ihren „Fang“ zum Sammelplatz. Jede Menge Grashüpfer, ein großes Heupferd, verschiedene Schneckenarten, Asseln und Weberknechte wurden bestaunt und näher erklärt. Unbekannte Tiere konnten mit Bestimmungskarten und Franks Hilfe genauer bestimmt werden. Anschließend wurden alle wieder in die Freiheit entlassen.
Nach so viel Aktivität hatten sich alle eine Stärkung verdient. Ein buntes Buffet mit Gebäck, buntem Gemüse und Obst, ergänzt durch Apfelschorle von der Streuobstinitiative, wartete auf die Kinder. Im Schatten eines großen Nussbaums ließ es sich prima speisen., während Frank schon das nächste Spiel vorbereitete.
Beim Bienenspiel gingen vier Gruppen (Bienenvölker) an den Start, um möglichst schnell eine große Menge Nektar (Wasser) einzusammeln. Als Blüten waren farbige wassergefüllte Becher auf der Wiese verteilt, und mit kleinen Döschen musste die kostbare Flüssigkeit von den Arbeiterinnen transportiert werden. Durch die Löcher im Transportgefäß ging stetig „Nektar“ verloren, schließlich benötigten die Bienen Energie für ihren Flug. Doch am Ende schaffte es jedes Bienenvolk, ausreichend Honig für die Überwinterung einzulagern – und auch Hündin Emma durfte ihren Durst löschen.
„Gibt es auch größere Tiere auf der Wiese – mit vier Beinen?“  Franks Hinweis „unter der Erde lebend“ führte zum richtigen Ergebnis: der Maulwurf. Ein echtes Maulwurfsfell wurde befühlt und erklärt: Es kann in beide Richtungen gestreichelt werden, da der Maulwurf in seinen Gängen vorwärts und rückwärts laufen kann. Dass er dabei einen guten Tastsinn braucht und fast blind ist, konnten die Kinder beim „Maulwurfs-Parcours“ ausprobieren. Mit verbundenen Augen tastete sich jede/r an einem Seil entlang, das zwischen 5 Bäumen gespannt war. Vorsichtig den Erdboden mit den Füßen erfühlen, mit den Ohren die Geräusche hören, mit der einen Hand den nächsten dicken Baum ertasten, die andere Hand am Seil entlangführen, bis es am Schluss hieß: „Du hast dein Ziel erreicht. “ Aus blinden Maulwürfen wurden wieder sehende Kinder, die bereit waren für das nächste Spiel.
Um Schnaken, Schwalben und Schneid-Werkzeuge ging es bei diesem Fang-Spiel, das die Thematik des natürlichen Gleichgewichts aufgriff. „Was geschieht, wenn die Wiese gemäht wird?“ Die Auswirkung dieses menschlichen Eingriffs wurde für alle deutlich, viele Insekten verschwinden. Aber gleich mehrere Kinder wiesen darauf hin, dass in Ubstadt-Weiher insektenfreundlich gemäht wird. „Bei uns werden immer Streifen und Abschnitte stehen gelassen, damit die Tiere überleben können.“
Auf der Streuobstwiese war was los! Im Abschlusskreis ließ Frank den Vormittag noch einmal Revue passieren, und alle zeigten mit ihrem Schritt nach vorne, dass es ihnen sehr gefallen hat.
Wir danken ganz herzlich Frank Hoffmann (mit Emma) und den tollen Teilnehmern des Ferienprogramms 2021! 

 

Enormes Interesse an der dritten PFLANZENVERSCHENKBÖRSE

 

„Ich bräuchte etwas für pralle Sonne.“ - „Wie wäre es mit Färberkamille, Muskatellersalbei und ein paar Sedum-Ablegern?“

„Und was nehme ich für die schattige Nordseite?“ „Da könnte sich Frauenmantel, Günsel oder Fingerhut wohlfühlen.“


Es war ein reges Fragen und Antworten, ein großzügiges Bringen und freudiges Mitnehmen bei der dritten Pflanzenverschenkbörse, die wegen Corona wieder als Abholangebot organisiert war. Von Freitag bis Sonntag konnten die Besucher aus dem Vollen schöpfen: Mitglieder der Alternativen Ecke hatten viele Ableger und Sämlinge eingetopft und Kisten und Schalen mit Pflanzen gefüllt. Viele Besucher brachten Schätze aus ihrem eigenen Garten mit, die eine neue Heimat finden sollten. Es gab zum Beispiel Astern, Borretsch, Färberkamille, Funkien, Iris in verschiedenen Farben, Erdbeeren, Knoblauch, Muskatellersalbei, Taglilien, Johanniskraut, Sedum, Fette Henne, Zitronenmelisse und vieles mehr. Gehölze wie Schmetterlingsflieder, Holunder, Liguster oder Hibiskus wurden gerne genommen. Auch Zwiebelpflanzen wie zum Beispiel Narzissen, Schneeglöckchen und Traubenhyazinthen fanden einen neuen Besitzer, ebenso unbekannte Raritäten wie Färberwaid oder Akanthus.

Aus Anlass unseres 40-jährigen Vereinsbestehens verschenkten wir einhundert „Große Windröschen“ (Anemone sylvestris) sowie 250 Samentütchen mit der Mischung „Blütenlust“ für insektenfreundliche Gartenbeete. Außerdem wurden Wildbienen-Nisthilfen, Vogel-Nistkästen und Schlafhöhlen für Siebenschläfer angeboten.

Hobbygärtnerinnen und -gärtner hatten die Qual der Wahl, so vielfältig war das Angebot. Erzieherinnen und Lehrerinnen kamen, um sich Pflanzen für ihren Kinder- bzw. Schulgarten zu holen. Tipps und Erfahrungen wurden ausgetauscht, sei es zur Verwendung bestimmter Kräuter oder zum idealen Standort für bestimmte Stauden.  „Das ist eine richtig gute Idee“, fanden viele Besucher.

Wir freuen uns, dass diese Aktion so großen Anklang gefunden hat. Herzlichen Dank sagen wir den Nachbarn Jochen, Anja und Tanja für die vielen Pflanzen und die liebevoll gestalteten Schilder, und der Anemonenweg-Nachbarschaft für ihr Verständnis.  Wir danken allen Besuchern für das große Interesse, großzügige Spenden und gute Gespräche. 

Pflanzenverschenkbörse 26. – 28. März

Jetzt ist die Zeit, in der jeder Lust auf Grünes hat – es sprießt überall! So mancher Hobbygärtner stellt dann fest: Einige Stauden haben sich zu sehr ausgebreitet, andere wie zum Beispiel Zitronenmelisse oder Bohnenkraut haben zu viele Sämlinge und für die vielen Tomaten- und Kürbissetzlinge ist das Beet doch zu klein. Alles eigentlich zu schade zum Kompostieren.

Die Lösung: Übrige Pflanzen finden eine neue Heimat in einem anderen Garten. Bringen Sie Ihre selbstgezogenen Pflanzen zur

PFLANZENVERSCHENKBÖRSE.

Jeder kann Ableger, Stecklinge und zu groß gewordene Stauden bringen und mitnehmen. Unsere Vereinsmitglieder haben bereits ein großes Sortiment aus ihren Gärten vorbereitet: Akelei, Büschelnelke, Anemonen, Färberkamille, Lenzrose, Muskatellersalbei, Ochsenauge, Verbena bonariensis, Zitronenmelisse und vieles mehr.

Wir verschenken 300 Samentütchen,

gefüllt mit der Mischung „Blütenlust“ für die Anlage eines insektenfreundlichen bunten Beetes. Außerdem stehen wieder Samen von Ringelblume, Jungfer im Grünen, Kornrade und anderen alten Gartenpflanzen zum Mitnehmen bereit.

 

Neben Pflanzen und Sämereien bieten wir in diesem Jahr zusätzlich Siebenschläfer-Höhlen zum Preis von 10 Euro an. Sie wurden von der Lebenshilfe Bruchsal angefertigt.

 

Aufgrund der Corona-Pandemie findet die Verschenkbörse als Abhol-Angebot statt:

Wann:       Freitag, 26. März, 17.00 Uhr bis Sonntag, 28. März, 20.00 Uhr

Wo:            Anemonenweg 14 in Zeutern

Hallo, ich bin`s, der Siebenschläfer!

„An Siebenschläfer Regen – sieben Wochen Regen” oder „Ist der Siebenschläfer nass, regnet’s ohne Unterlass” – wer kennt sie nicht, die alten Bauernregeln zum Siebenschläfertag am 27. Juni. Wer aber bin ich, der Siebenschläfer?

Wir Siebenschläfer gehören zur Familie der Bilche und haben eine Körperlänge von 13 bis 18 cm – ohne Schwanz. Manche Leute verwechseln uns mit kleinen Eichhörnchen, vor allem, weil wir einen langen buschigen Schwanz besitzen und sehr gut klettern können. Meine Oberseite ist grau und die Unterseite scharf abgegrenzt weiß gefärbt. Meine Ohren sind rund und nicht behaart. Zu meinem charakteristischen Aussehen gehört der schmale dunkle Ring um meine beeindruckenden schwarzen Augen.

Nur selten bekommt man uns Siebenschläfer zu Gesicht, da wir vor allem nachts in Gärten, auf Wiesen und in Wäldern unterwegs sind. Wir leben gerne auf Dachböden von Häusern und in Scheunen. Wir machen laute Geräusche wie Pfeifen und Quieken, so dass man denken könnte, es sei ein Poltergeist unterwegs. In Baumhöhlen und Nistkästen bringen unsere Weibchen im Spätsommer ihre Jungen zur Welt, daher sind ausreichende Versteckmöglichkeiten für uns überlebenswichtig. Es fehlt uns oft an alten Bäumen mit geeigneten Höhlen.

Bei unserer Ernährung passen wir uns ganz den Jahreszeiten an. Unser Speiseplan reicht von pflanzlicher Kost wie Knospen, Blättern und Früchten bis zu Insekten, Vögeln und Eiern. Gerne fressen wir im Herbst auch Eicheln und Bucheckern, um Fettreserven für den bevorstehenden Winterschlaf anzulegen. Während des Winterschlafs verlieren wir nämlich 25 bi 50 Prozent unseres Gewichts und dann müssen wir uns bis zum nächsten Herbst wieder eine gute Fettschicht angefressen haben.

Passend zu unserem Namen halten wir von Anfang September bis Mitte Mai Winterschlaf. Dazu graben wir eine bis zu einem Meter tiefe Höhle in den Erdboden und polstern sie mit Laub und Moos aus.

Die Alternative Ecke hat Sommerquartier-Kästen für Siebenschläfer durch die Lebenshilfe anfertigen lassen, die beispielsweise auf Streuobstwiesen aufgehängt werden können. Wir geben sie zum Selbstkostenpreis von 10,- bei der Pflanzenbörse ab. 

Müllaktion 2021

Viele kleine Leute an vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun, können das Gesicht der Welt verändern! (Afrikanisches Sprichwort)

Ein wenig zumindest haben sich die Weg- und Straßenränder, die Grünanlagen und Spielplätze von Ubstadt-Weiher verändert. An etlichen Stellen wurden sie von dem Müll und Unrat befreit, den viele Menschen einfach fallen lassen.

 

Mitte Februar hatte die Alternative Ecke zum Mitmachen aufgerufen und das Angebot der Müllzangen-Ausleihe stieß auf gutes Interesse.

 

In allen Ortsteilen  begaben sich Familien, Zweierteams und corona-gerechte Gruppen auf „Müllpirsch“. Unter anderem wurde in Zeutern am Bach, am Radweg, am Sportplatz, am Bahnhof, im Besingbach-Tal und an der Kelterhalle in die Weinberge hoch, in Ubstadt rund um den Friedhof und an der Berz, am Storchenweg, in den Silzenwiesen, in der Hinterwiese und an der B3 (mehrmals), in Weiher auf dem Kirchplatz, an Radwegen und am Hardtsee gesammelt.

„Erstaunlich, was man alles findet, viele Flaschen und Zigarettenschachteln. Die Kids hatten Spaß – wir Mamas auch! Wir machen weiter.“ „Wir mussten manche Strecken mehrmals entlanglaufen. Obwohl wir z.B. entlang der B3 bereits einmal den Müll aufgesammelt hatten, kam in nur wenigen Tagen wieder eine Menge am Straßenrand zusammen. Wir hatten aber ein wunderbares Gefühl, Teil einer so wichtigen Aktion zu sein! Wir würden die Zangen gerne noch behalten.“ „Wir haben einen Haufen Masken, Feuerwerksbatterien, Eisbecher, Verpackungen und Coffee-to-go-Becher gefunden.“ „Die Müllzange ist jetzt fester Bestandteil am Kinderwagen.“ So lauteten einige Rückmeldungen, die wir bekommen haben.

Die Umwelt-AG der Grundschule Stettfeld hat einen großen Berg Müll zusammengetragen. Zehn Kinder und Erwachsene waren, mit Leih-Zangen ausgestattet, in Stettfeld unterwegs und sammelten auf Spielplätzen, bei Baustellen und am Katzbach.

Die Tagesgruppe Weiher war an ihrem Aktionstag mit 14 Jugendlichen auf Müll-Streife entlang von Wegen und Straßen in Weiher. Vor allem viele Kleinteile fanden den Weg in einen der Müllsäcke.

Wir danken euch/Ihnen allen für die Teilnahme an unserer Aktion. Es waren dabei: Die Umwelt-AG Stettfeld, die Tagesgruppe Weiher, sieben Familien sowie sechs Einzelpersonen aus allen vier Ortsteilen.

Nicht zu vergessen der Bauhof der Gemeinde sowie die Straßenmeisterei des Landkreises Karlsruhe, die in Windeseile die aufgehäuften Müllberge entsorgten – herzlichen Dank!
Bei allen Aktivitäten wurden selbstverständlich die Corona-Hygieneregeln eingehalten.

Toll wäre es, wenn wir auch in Zukunft sagen könnten: „Ubstadt-Weiher – (bleibt) ganz schön sauber!“

Putzete, Trash-Walk, Clean-up – einfach mal Müll sammeln!

Jede/r kann es, jede/r darf es, und es ist eine gute Sache für eine gesunde Umwelt: Müll aus der Natur, von den Straßen- und Wegrändern aufsammeln und ordnungsgemäß entsorgen. In Corona-Zeiten bietet es sich an, allein, zu zweit oder als Familie auf Müllstreife zu gehen. Eine alte Plastiktüte oder ein Eimerchen in die Hand nehmen, und schon kann es losgehen. Egal, ob man sich die kleine Grünanlage vor der Haustür vornimmt, ob es ein kurzer Spaziergang oder eine ausgedehnte Tour wird, am Ende bleibt das Gefühl, etwas Sinnvolles getan zu haben.

Wohin mit dem gesammelten Müll?
Kleinere Mengen kann man in die öffentlichen Mülleimer werfen, sie werden regelmäßig geleert. Alles, was eindeutig Wertstoffe sind (alle Verpackungen), findet vielleicht kostenlos in der eigenen Wertstofftonne Platz. Größere Mengen können Sie uns gerne unter der Email-Adresse
alternative.ecke@web. de melden, dabei bitte den genauen Ablageort nennen. Wir kümmern uns um die Abholung.

Wir verleihen Müllzangen
Hygienisch und rückenschonend geht das Sammeln mit unseren Leihzangen. Sie möchten eine oder mehrere ausleihen? Email an
alternative.ecke@web.de, wir bringen sie vorbei.

Seitens der Gemeinde wird die „Putzete“ nur in jedem zweiten Jahr organisiert – wir meinen, es wäre sinnvoll, auch in diesem Jahr zu sammeln. Deshalb möchten wir Sie bitten: Machen Sie mit unter dem Motto „Ubstadt-Weiher – ganz schön sauber!“

Kopfweidenschnitt am Berzbach

 

Kopfweiden sind wertvolle Bestandteile der Kulturlandschaft, sie stabilisieren die Bachufer und sind Lebensraum für viele Arten von Lebewesen.

 

Der Winterschnitt ist eine wichtige Naturschutzmaßnahme, die dazu beiträgt, dass solche Bäume uralt werden können.

 

Wegen des Lockdowns konnte in diesem Jahr keine Schulklasse diese Aufgabe übernehmen. Stattdessen trafen sich am 9. Januar Monika, Michael und Margret und verpassten den Kopfweiden einen passenden „Haarschnitt“.

 

Was geschieht mit den Zweigen? Hubert Beck hat sich zum Ziel gesetzt, einen historischen Bienenkorb aus Weidenzweigen, langem Stroh und Lehm herzustellen. „Einfach mal ausprobieren“, heißt die Devise. Und so transportierte die Familie mit Laura und Simon als „Weiden-Besitzern“ die Zweigbündel mit dem Bollerwagen nach Hause. Wir freuen uns auf das Ergebnis.

Rückblick auf das Jahr 2020 und Ausblick

Ein außergewöhnliches Jahr neigt sich dem Ende zu. Als wir die Liste unserer Aktivitäten durchgingen, waren wir erstaunt, wie viel wir alle trotz der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie geschafft haben. Wir konnten am Gänsbuckel, im Naturschutzgebiet „Beim Roten Kreuz“ und am Hamberg Pflegearbeiten durchführen, haben in der Rennweghohle und der Engelterhohle „geputzt“ sowie gemeinsam mit dem Musikverein die Hofäckerhohle freigeräumt. Im Frühjahr waren wir bei der Putzete beteiligt und im Herbst hingen die Apfelbäume so voll, dass wir an drei Terminen auf der AE-Wiese geerntet haben. Die Pflanzenbörse mit Verkauf von Wildbienen-Nisthilfen und Ausgabe von Wildpflanzen-Saatgut haben wir zu einem Abholstand ohne Kontakt umgebaut, drei Wochen lang wurde das Angebot reich genutzt.

Für das monatliche Kinderprogramm fanden wir ab März viele Ideen, um Kindern Aktionskästen nach Hause zu bringen wie zum Beispiel Pflanzenpressen-Bausätze und Waldschatzkisten. Höhepunkte waren sicher das Apfelsaft-Pressen im September und die Fledermaus-Nacht im Ferienprogramm, beides durfte im Familienzentrum stattfinden.

Damit all das geschieht, sind viele helfende Hände im Hintergrund notwendig, als Stichworte möchten wir aufzählen: Fahrzeug- und Maschinenwartung, Mitgliederverwaltung, Kassenführung, Anträge und Abrechnungen, Stellungnahmen, Homepagepflege, Kontakte zu Institutionen und Gruppierungen.

Jeder/Jedem einzelnen, die/der sich mit uns für die Ziele des Vereins eingesetzt hat, möchten wir herzlich danken. Ohne das Engagement vieler Aktiver wären unsere zahlreichen Aktionen nicht möglich. Danken möchten wir auch unseren Mitgliedern und allen, die unsere Arbeit in vielfältiger Weise unterstützen. Wir freuen uns darauf, im kommenden Jahr weiter für den Natur- und Umweltschutz zu arbeiten. Das Kinderprogramm wird weitergeführt, für das Frühjahr sind eine Pflanzenbörse sowie eine Weidenschnitt-Aktion geplant.

Wir wünschen allen ein frohes Weihnachtsfest
und ein gutes Jahr 2021.

Vereinsübergreifende Landschaftspflege-Aktion von Musikverein und Alternative Ecke

„Deinen linken Fuß auf den Hebelverschluss, dann das rechte Bein über die Bordwand!“ So klappte es, auf den Hänger zu steigen, um dort die Äste und Stämme entgegenzunehmen und aufzuschichten. Die Jungs hatten ordentlich zu tun bei der „Aktion Hofäckerhohle“ am Samstag vor einer Woche, und es machte ihnen sichtlich Spaß.

Initiiert wurde das Ganze vom ersten Vorsitzenden des Musikvereins Zeutern, Peter Heger. Er hatte die Idee, die seit über 20 Jahren völlig zugewachsene Hohle wieder begehbar zu machen. Ökologisch besonders interessant ist die süd-südwestexponierte Lößwand am Eingang des Hohlwegs – höchst wertvoll für Wildbienen, wenn sie vom Bewuchs befreit wird. So konnten sich auch die Aktiven der Alternativen Ecke schnell für den Plan begeistern, und es entstand eine Zusammenarbeit zwischen den beiden Vereinen.

Bei herrlichem Wetter trafen sich – in jeweils Zwei-Haushalte-Teams – sieben Erwachsene und sechs Jugendliche, um die Hohle freizustellen. Robinien, Holunder und wilde Reben hatten den Weg zugewuchert und wurden auf den Stock gesetzt, aber auch eine große Menge wilder Gartenabfälle ausgeräumt. Motorsäge und Motorsensen waren im Einsatz, kräftige Arme transportierten das Schnittgut zum unteren Ende des Hohlwegs. Zwei große Hänger voll Material wurden zum Häckselplatz gebracht.

Achtung: Derzeit ist die Hofäckerhohle aus Sicherheitsgründen NOCH GESPERRT! Vereine und Gemeinde haben weitere Aufgaben zu erledigen, bevor der Weg für Fußgänger freigegeben werden kann! Dafür, dass ein erster Schritt in diese Richtung getan wurde, sagen wir den Initiatoren und allen Beteiligten herzlichen Dank und freuen uns auf weitere „konzertierte“ Aktionen!

Einsatz in der Engelterhohle am 7.11.

Wer im Herbst noch einmal aktiv sein möchte: Für Samstag, den 7. November, ist ein kleinerer Pflegeeinsatz in der Engelterhohle geplant. Ort und Zeit werden im Ortsblatt und auf unserer Homepage bekannt gegeben.

PFLEGEEINSATZ im NSG „BEIM ROTEN KREUZ“

Wenn im Herbst die Herbstzeitlosen blühen und der Steppenfenchel seine Fruchtstände auf rotleuchtenden Stängeln in die Höhe streckt, dann heißt das: Es ist Zeit für die Pflegeeinsätze im Naturschutzgebiet „Beim Roten Kreuz“. Um die wertvollen Lebensräume von Orchideen, Wildbienen und Faltern auf den Halbtrockenrasen zu erhalten, wird dort einmal im Jahr gemäht. Dann hat unser vereinseigenes „Pony“ (ein Allrad-Traktor) mit angebautem Schwader seinen Einsatz. Das anfallende Heu wird in der Mitte abgelegt und von der Fläche entfernt.

Neben dem Maschineneinsatz bleibt einiges an wichtiger Handarbeit: Ränder und Böschungen mit Holzrechen freimachen sowie unerwünschte Gehölze entfernen.

Und dafür brauchen wir EUCH.

 

Wer:          Jede/r, die/der Lust und Zeit hat

Wann:       Samstag, 24. Oktober 2020

                  9.00 bis 12.00 Uhr einschließlich leckerem Vesper

Wo:           Treffpunkt ist am Eingang der Rennweghohle

                  NSG „Beim Roten Kreuz“ in Zeutern

 

Wir freuen uns auf euch! Bitte meldet euch telefonisch oder per

Mail an. alternative.ecke@web.de oder Telefon 0152/29102034


 

NSG-Pflege am Hamberg

 

Am Samstag, 10. Oktober 2020, treffen wir uns zur Pflege der Wiesenterrassen am Hamberg. Wir mähen die Ränder aus, rechen das Schnittgut zusammen und machen Gehölzpflege.

Wegen des Wetters entscheiden wir kurzfristig, ob wir vor- oder nachmittags arbeiten. Wer spontan dabei sein möchte, meldet sich einfach unter 0152/29102034 und erfährt, wann wir uns wo treffen. 

 

Noch mehr Äpfel - Achtung, Terminänderung

 

Die erste halbe Tonne Äpfel ist geerntet und in der Kelterei abgeliefert worden - damit war der Anhänger voll, aber die Bäume auch noch. Es wird deshalb einen zweiten. Erntetermin geben und wir freuen uns über helfende Hände! Gerne können dabei auch knackige Äpfel für den Eigenbedarf geerntet werden. Treffpunkt Freitag, 25.9. um 9 Uhr an der Vereinswiese. Wer kommen will und nicht weiß, wo's ist: einfach anrufen unter 0151-29202802

Apfelernte auf der AE-Wiese
Die Äpfel auf unserer Vereinswiese wollen geerntet werden! Sie sind trotz der Trockenheit saftig und schon gut ausgereift.
Wer Zeit und Lust hat ist herzlich eingeladen mitzuhelfen und bei Bedarf ein paar saftige Brettacher o.a. Äpfel für den Eigenbedarf einzupacken.
Was wir nicht selbst brauchen wird an die Streuobstinitiative geliefert - das gibt Äpfele (der Apfelsaft der Streuobstinitiative),

 

Ab ca. 9 Uhr werden wir am kommenden Samstag, 12.09.2020 auf der Vereinswiese unterhalb der Himmelreichhütte sein. 
Schön wär's, wenn Du Zeit und Lust hättest, bei der Ernte zu helfen!

Helfer-Essen für Amphibiensammler/innen

 

Zum Helferfest am 22. Juli waren alle eingeladen, die in diesem Jahr bei der Amphibiensammlung mitgeholfen hatten. Beim gemütlichen Essen wurde zurückgeblickt auf die Krötensaison 2020 und festgestellt: In diesem Jahr war alles etwas anders.

An der Kreisstraße 3586 zwischen Zeutern und Östringen war die Erweiterung der Amphibienschutzanlage im Bau und die Arbeiten zogen sich länger hin als geplant. Daher waren zwischen Februar und Anfang April Helferinnen und Helfer abends und am frühen Morgen im Einsatz, um viele Tiere über die Straße zu tragen, weil die Durchlässe nur zum Teil fertiggestellt waren. Absprachen mit der Planungsbehörde und der Baufirma waren notwendig und es gab eine Einführung in die Baustellensituation bei Tageslicht, selbstverständlich wurden die Corona-Regeln dabei eingehalten.

Im März ging bereits die Rückwanderung los. An der östlichen Straßenseite wurde ein Folienzaun aufgestellt, was eine ziemlich matschige Angelegenheit war. Der Abbau des Zaunes in der zweiten Aprilwoche beendete die Amphibiensaison für 2020.

Allen Helferinnen und Helfern möchten wir an dieser Stelle noch einmal ein herzliches Dankeschön sagen.

Sommermahd – Teil 2 - Hamberg und Gänsbuckel

Nachdem vor zwei Wochen die Rennweghohle sowie die Halbtrockenrasenflächen am Roten Kreuz bearbeitet wurden, ging es jetzt um die Mahd der Goldruten-Inseln im Gebiet am Hamberg sowie am Gänsbuckel. Am 27. Juni hielt sich glücklicherweise der Regen zurück und acht einsatzbereite Helferinnen und Helfer konnten mit Motorsense, Rechen und Gabeln arbeiten. Das Mähgut wurde mittels Schleppdecke auf den Hänger gebracht und abtransportiert.

Reich entschädigt wird man für die schweißtreibende Arbeit durch den Anblick der vielen Natur-Kostbarkeiten: Blüten von Pyramidenorchis, rotem Wachtelweizen, Sonnenröschen und Kreuzenzian, Samenstände der Schopf-Traubenhyazinthe und des Großen Windröschen. Der Gesang des Pirols und das Sirren verschiedener Heuschrecken-Arten begleitete uns. Es lohnt sich, diese wertvollen Flächen zu pflegen.

Herzlichen Dank an die Aktiven für ihren Einsatz!

Sommermahd im Naturschutzgebiet „Beim Roten Kreuz“

 

Seit drei Jahrzehnten wird das NSG „Beim Roten Kreuz“ regelmäßig im Herbst gemäht und das anfallende Mähgut abgetragen. Um die Halbtrockenrasen-Flächen mit ihrem wertvollen Pflanzenbestand (verschiedene Orchideenarten, Küchenschelle, Großes Windröschen, Mannstrau usw.) zu erhalten, ist jedoch im Juni zusätzlich eine gezielte Sommermahd notwendig.

 

So machten sich am Montag, 8. Juni, sieben AE-Aktive mit Balkenmäher, Motorsense, Rechen und Heugabeln an die Arbeit – selbstverständlich unter Einhaltung des Abstandsgebots. Es geht vor allem darum, die Kanadische Goldrute einzudämmen, die als ausbreitungsfreudiger Neophyt die konkurrenzschwachen einheimischen Pflanzen erstickt. Daher wird sie vor der Blüte abgemäht oder auch ausgerissen. Außerdem wurde an den Seiten der Rennweghohle zu reichlicher Bewuchs entfernt und damit die Lößwände für die wertvolle Wildbienen-Fauna freigestellt.

Herzlichen Dank an die Helferinnen und Helfer!


Falls Sie auch Lust hätten, bei einem weiteren Sommermahd-Einsatz mitzumachen (voraussichtlich am 20. oder 27. Juni am Hamberg), schicken Sie uns eine Mail an alternative.ecke@web.de oder rufen Sie an 07253/22077

Ein Blick hinter die Kulissen –

so haben wir die Pflanzenpressen hergestellt

 

Viele Kinder haben sich für die Blumenpressen interessiert, darüber haben wir uns sehr gefreut. Bis jedoch alle bei jedem einzelnen vor der Haustür standen, waren etliche Schritte notwendig: 

Wolfgang und Leopold planten und stellten den Prototyp und eine Bohrschablone her, Marline schrieb die Materialliste und besorgte Holz und Schrauben, Christa faltete Tütchen und schnitt Vliespapier zurecht, Margret druckte die Anleitung.

 

Als am Mittwoch klar war, dass wir 28 Pressen brauchen, ging es an die Arbeit: schleifen, bohren, nacharbeiten, beschriften, Schrauben eintüten, Sets zusammenstellen und verschnüren – das hat in Familie Gmelins Werkstatt richtig Spaß gemacht.

Zum Glück gab es am Donnerstag genügend Regenpausen, um alle Pflanzenpressen per Fahrradkurier bei den Familien abzugeben. Vielen Dank für die vielen positiven Rückmeldungen!

AE – trotz Corona aktiv!

Auch wenn seit Mitte März keine gemeinsamen Treffen stattfinden können, waren wir allein oder zu zweit unter Einhaltung des Abstandgebots trotzdem aktiv.

 

Betreuung der Amphibienstrecke: Aufgrund der Baustellensituation an der Kreisstraße K 3586 zwischen Zeutern und Östringen war eine Krötensammlung in enger Absprache mit dem Landratsamt und der Baufirma ab Mitte März eingeschränkt möglich.

Mit Beginn der verstärkten Rückwanderung war es notwendig, noch einmal einen Folienzaun aufzubauen und bei entsprechender Witterung die Tiere auf die andere Straßenseite zu tragen. Herzlichen Dank an alle Helferinnen und Helfer beim Sammeln sowie beim Auf- und Abbauen des Zaunes!

Pflege der Halbtrockenrasen: Im Bereich Hamberg, der zum Naturschutzgebiet „Beim Roten Kreuz“ gehört, gibt es seltene Pflanzen, die sehr spät im Jahr blühen. Um diesen Bestand zu erhalten und zu fördern, müssen dort Teilbereiche bereits im Frühjahr gemäht werden.

Wildblumen-Miniwiese gemäht: Vor dem Familienzentrum wurde von der AE eine kleine Fläche gemäht, um die einjährige Trespe zurückzudrängen und blühende Kräuter zu fördern. Das Mähgut wurde von uns kompostiert.

 

Pflanzen-Verschenk-Aktion ging weiter: Auch nach der kontaktlosen Pflanzenbörse ab 28.März gab es immer wieder Pflänzchen und Sämereien zu verschenken, die gerne den anfragenden Familien vor die Tür gestellt wurden. Muskatellersalbei, Färberkamille und Büschelnelke fanden so eine neue Heimat und werden mit ihren Blüten verschiedenen Wildbienenarten Nahrung geben.

Homepage: Unsere Homepage wird ständig aktualisiert, Sie finden dort nicht nur alle Artikel aus dem Mitteilungsblatt, sondern weitere Bilder und Anleitungen z. B. unter Kinderprogramm. 

Bestellung und Weitergabe von Wildbienen-Nisthilfe:

Da die Nachfrage nach „Wildbienen-Hotels“ so groß war, gab es noch eine Nachbestellung bei der Lebenshilfe Bruchsal.

So konnten wir in diesem Frühjahr - gemeinsam mit dem Arbeitskreis Heimat, Natur und Umwelt Bad Schönborn (AHNU) - insgesamt 90 fachgerecht angefertigte Nisthilfen an Interessierte abgeben.

 

 

<===  Im März aufgehängt, im Mai voll belegt!

 

Ein Natur-Erlebnis-Spaziergang im Miniaturformat

Leider muss unsere Vogelstimmen-Wanderung im Mai ausfallen. Als kleinen Ersatz schlagen wir Ihnen einen kleinen Spaziergang bei Ubstadt vor, der gleich mehrere Seh- und Hör-Erlebnisse bereithält.

Wir starten an der Agip-Tankstelle und erfreuen uns zunächst an dem schön bepflanzten Blumenbeet der Gemeinde. Vom zeitigen Frühjahr bis in den Herbst hinein sind dort immer blühende Stauden zu sehen. Im Moment leuchtet das Gelb der Wolfsmilch neben dem reinen Weiß der Schleifenblume.

Wir gehen bergauf Richtung Häckselplatz. Rechterhand in der Hecke blüht dort im Moment der Weißdorn, zum Teil mit rosafarbenen Blüten. Vielleicht erkennen Sie den Gesang einer Nachtigall, die dort öfter zu hören ist:  gedehnte Pfeiftöne, die manchmal auch als klagend empfunden werden, ein leicht ansteigendes huit oder ein knarrendes karr gehören zu ihrem Repertoire. Übrigens singt die Nachtigall nicht nur nachts, sondern ist auch tagsüber zu hören.

Oberhalb vom Häckselplatz befindet sich eine Salbei-Glatthafer-Wiese, die vom Blau des Wiesensalbeis geprägt ist, nur vereinzelt blitzen gelbe Hahnenfußblüten dazwischen hervor. Der Blick über dieses blaue Blütenmeer, am Spätnachmittag gegen den westlichen Himmel, ist wunderbar.

Weiter geht es zwischen Feld und Wiese entlang und schon bald kann man das intensive Zirpen der Feldgrillen hören. Die Männchen der wärmebedürftigen Heuschreckenart zirpen, indem sie ihre Flügel rasch gegeneinander bewegen. Die Weibchen hören mit den Ohren auf den beiden Vorderbeinen. Feldgrillen sind sehr scheu und verstecken sich bei Annäherung in ihrer selbst gegrabenen Erdhöhle.

Wir gehen an 7 Walnussbäumen vorbei, biegen zweimal rechts ab und sehen am Rande des Berz-Bachs einen schmalen Schilfstreifen und anschließend das Berzwäldchen. Am Friedhof entlang geht es zum Ausgangspunkt zurück.

Pflanzenportrait: Die Färberkamille (Anthemis tinctoria)

„Eine kleine Margerite in Gelb“ – so könnte man diese Wildstaude beschreiben, die von Juni bis September ihre zahlreichen Blüten über dem filigranen Laub erstrahlen lässt. Die Färberkamille wurde früher zum Färben von Wolle und Stoffen verwendet. Trotz ihrer Verwandtschaft zur Heil-Kamille kann man keinen Tee aus ihren Blüten kochen!

Im Garten ist sie eine unproblematische Kandidatin für magere, sandige und sonnige Beete oder Tröge. Sie braucht keine Düngung und Wasser nur beim Anwachsen. Schnecken können ihr nichts anhaben.
Ein Rückschnitt nach der Hauptblüte hält die Pflanze kompakt und bewirkt eine Verlängerung der Blütezeit. Um sie gut durch den Winter zu bringen, kann man sie im September zurückschneiden.

Die Färberkamille ist eine wertvolle Insektenpflanze, die den ab Juni fliegenden kleineren Wildbienenarten (Seidenbienen, Löcherbienen, Furchenbienen) reichlich Nektar und Pollen liefert. Es lohnt sich, genau hinzuschauen!                

Pflanzenportrait: Der Muskatellersalbei (Salvia sclarea)

Der Muskatellersalbei ist eine zwei- bis mehrjährige Staude mit einem imposanten Erscheinungsbild und balsamisch-würzigem Duft. Sie wird bis zu 110 cm hoch und sieht auch nach dem Verblühen noch attraktiv aus. Aus einer Blattrosette entwickelt sich ein hübscher Blütenstand mit reich verzweigten Blütenrispen in den Farben weiß, rosa und violett. Ein sonniger Standort und sandiger bis lehmiger Boden sagen ihm zu. Der Muskatellersalbei wurde früher zum Aromatisieren von Wein genutzt. Während Muskatellersalbei-Öl im Mittelalter z. B. bei der Herstellung von LIebestränken verwendet wurde, benutzt man es heute in der Parfüm- und Kosmetikindustrie.

Die eindrucksvollen Blüten sind ein Magnet für die hübsche Blaue Holzbiene, unsere größte Wildbienenart.
Falls Sie Samen oder Pflänzchen vom Muskatellersalbei erhalten möchten, melden Sie sich einfach unter
alternative.ecke@web.de

Pflanzenportrait: Die Büschelnelke (Dianthus armeria)

Erstaunlich gut kam unser Pflanzen-Verschenk-Angebot vom 28. März bis 5. April an, besonderes Saatgut und viele Pflänzchen finden nun Platz in einem neuen Garten. Damit Sie Ihre neuen Schätze etwas näher kennenlernen können, möchten wir die unbekannteren Arten genauer vorstellen.

Die Büschelnelke ist eine zweijährige Wildnelke, die in Deutschland zerstreut an trockenwarmen Standorten vorkommt. Sie ist ein zartes Pflänzchen, das 40 bis 70 cm hoch wird. Ihre Blätter und Stängel sind rau behaart, deshalb wird sie auch Raue Nelke genannt. Aus einer attraktiven Blattrosette entwickeln sich zahlreiche blühende Triebe. Die Blüten sitzen in dichten Büscheln und zeigen ihre Schönheit bei näherer Betrachtung: das dunkle Rosa ist hübsch weiß gesprenkelt. Übrigens kann man die Blüten essen, z. B. im Fruchtsalat.

Die Büschelnelke sät sich problemlos selbst aus, ist frosthart und ein dankbarer Gast im naturnahen Garten. In der freien Landschaft verschwinden geeignete Standorte dieser geschützten Pflanze zunehmend; schön, wenn man sie im Garten kultiviert. 

Wildbienen an der Nisthilfe in Zeutern (Video Peter Grabitz)

Wildbienenhotels – jetzt aufhängen!

Jetzt fliegen sie wieder, die kleinen Summer mit dem orangenen Popo: Gehörnte Mauerbiene und Rote Mauerbiene haben Hochsaison, weitere Arten werden in den nächsten Wochen schlüpfen und sich Möglichkeiten  suchen, um ihre Brutkammern anzulegen. Um dieses Naturschauspiel aus der Nähe zu beobachten, eignen sich Wildbienen-Nisthilfen aus Hartholz sehr gut. Die Alternative Ecke hat durch die Lebenshilfe Bruchsal zwei fachgerechte Ausführungen anfertigen lassen, beide haben die Maße 32 cm x 14,5 cm. Sie sind mit Dach und einer Aufhängung ausgestattet und besitzen verschieden große Einfluglöcher sowohl an der Vorderseite wie rechts und links. Wir geben sie zu einem günstigen Preis gerne an Sie weiter:
die schmale Version mit 6 cm Tiefe für 10 € ist vorrätig,
die dickere Version mit 10 cm Tiefe für 15 € gibt es wieder ab 24. April.

Sie haben Interesse? Melden Sie sich über
alternative.ecke@web.de oder über unser Kontaktformular.

 

Merkblatt „Wildbienenhotels“

Standort

  • sonnig, vor direktem Regen geschützt
  • Ausrichtung nach Südosten bis Südwesten
  • nicht auf den Boden stellen, nicht pendelnd aufhängen
  • freie Anflugschneise

Überwinterung

Die nächste Generation der Wildbienen schlüpft im kommenden Frühjahr. Die „Hotels“ müssen über den Winter hängen bleiben. Eventuell kann man mit Draht einen Vogelschutz anbringen

Pflege

Die Wildbienen reinigen ihre Nisthilfen in der Regel selbst. Bei Blöcken, die über mehrere Jahre hängen, kann man im Herbst die Verschlussdeckel mit einem farbigen Punkt markieren. Ist dieser Punkt im darauffolgenden Herbst noch vorhanden, können diese Gänge gereinigt werden (z. B. mit einer Stricknadel, Schaschlikspieß und Pfeifenreiniger).

Verpflegung der Gäste

Wildbienen brauchen nicht nur Nistmöglichkeiten, sondern vor allem ein bienenfreundliches Umfeld: blütenreiche Gärten mit einheimischen Stauden und Sträuchern, vielfältige Strukturen mit Trockenmauern und wilden Ecken. 

Merkblatt zum Download
Merkblatt Wildbienenhotels.pdf
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Hohlwegspflege in Zeutern
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