Alternative Ecke e.V.
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Aktuelles

Mit dem Rad zur Natur in 4 Ortsteilen

Naturkundliche Fahrradtour in und um Ubstadt-Weiher

 

Die Kraichgau-Landschaft in und um Ubstadt-Weiher lässt sich auf vielerlei Art und Weise erkunden und genießen. Mit dem Fahrrad werden die Unterschiede der verschiedenen Landschaftseinheiten besonders deutlich.
In den Kraichgau-Hügeln rund um Zeutern gilt es, die eine oder andere Steigung zu meistern, während man in den Ortsteilen Stettfeld und Ubstadt unmittelbar den Übergang vom Hügelland in die Ebene "erfährt". Entlang dieses Übergangs zieht sich die Kinzig-Murg-Rinne mit ihren geologischen und hydrologischen Besonderheiten. Und in Weiher schließlich ist der Radler (w/m) in der Rheinebene angelangt und kann die müden Beine lockern. Zwischendurch gibt es reichlich Naturkundliches zu entdecken - von blütenreichen Halbtrockenrasen, durch tiefe Hohlwege, entlang vielgestaltiger Biotope zwischen Wald und Weinbergen bis hin zu den Röhrichten und Wiesen in der Niederung. Natürlich gehört zu einer Radtour ein gemütlicher Abschluss.

 

Wir starten am Sonntag, den 09. Juni 2019 um 14 Uhr in Zeutern und radeln zunächst zum Naturschutzgebiet ‚Beim Roten Kreuz‘ mit Rennweghohle. Diese Station ist ‚der Höhepunkt‘ der Tour - sowohl naturkundlich als auch topografisch gesehen. Deshalb sollten Sie sich diesen reizvollen Abstecher nicht entgehen lassen! Wem ca. 80 Höhenmeter auf knapp 2 km Strecke aber zu anstrengend sind, der kann auch gegen 15 Uhr in den gemütlicheren Teil der Tour einsteigen. Auf der Gesamtstrecke von ca. 25 km werden wir ungefähr 3,5 Stunden unterwegs sein. Zu der Radtour laden der Naturschutzverein Alternative Ecke e.V. und die Gemeindeverwaltung Ubstadt-Weiher im Rahmen der ÖkoRegio-Touren ein. Wir freuen uns auf Sie!

Die genauen Treffpunkte werden bei Anmeldung bekannt gegeben: Gemeinde Ubstadt-Weiher, Umweltamt, S. Weber, Tel.: 07251 / 617-22 oder mailto: weber@ubstadt-weiher.de;

 

Von Klagen bis zum geschwätzigen Gesang               Vogelwanderung am 19. Mai 2019

„Den haben wir extra für Euch bestellt“, schmunzelte der Vorsitzende des Ubstadter Naturschutzvereins ‚Alternative Ecke‘, Peter Grabitz, und wies auf den Storch, der am Sonntag um sieben Uhr über den Sportplatz stolzierte. Der Physik-Lehrer, der sich schon seit seiner Kinderzeit intensiv mit der Natur  und ihren Bewohnern beschäftigt, war der Leiter, der von der Gemeinde Ubstadt-Weiher und der Alternativen Ecke gemeinsam organisierten Vogelstimmen-Exkursion.

So sehr sich die über 30 Vogelfreunde über den Anblick von Adebar, dem Storch, freuten, singen wollte der an diesem frühen Morgen nicht für sie. Kein Wunder – schließlich ist der Storch kein Singvogel. „Aber selbst unter den Singvögeln gibt es einige, die nicht wirklich singen können, beispielsweise die Rabenvögel“, erklärte Peter Grabitz den ornithologisch interessierten Naturfreunden, bevor die Gruppe sich auf den Weg machte. Durch das ökologisch wertvolle Streuobstwiesengebiet zwischen Zeutern und Ubstadt führte der Vogelstimmenkenner die Vogelfreunde.

„Manche Vogelstimmen kann man schwer auseinander halten“, machte Grabitz den Teilnehmern gleich zu Beginn der Exkursion deutlich, dass man das Erkennen von Vogelstimmen, wie beispielsweise die der verschiedenen Grasmückenarten nur durch viel Übung erlernen könne. „Selbst ich muss mir manche Vogelstimmen jedes Frühjahr wieder von Neuem einprägen“, gestand er. Ein Problem, das viele Vogelfreunde kennen. Auch Margret Börgerding. „Ein paar Vögel erkenne ich ja schon am Gesang, aber ich will unbedingt noch mehr lernen“, erklärte die Frau aus Zeutern, warum sie an diesem Sonntagmorgen schon so früh unterwegs war. Richard Weigele aus Kraichtal wollte dagegen vor allem wissen, welche Vogelarten man in den Zeuterner Streuobstwiesen noch findet und die kleine Marla aus Stettfeld findet alle Tiere toll. „Vögel mag ich aber besonders gern, mein Lieblingstier ist der Adler“, betonte die Siebenjährige.

Den bekam sie an diesem Morgen natürlich weder zu hören noch zu sehen, dafür aber so manch anderen selten gewordenen Vogel. Das eigenartige Klagen  des Wendehalses, eine Spechtart, die auf Streuobstwiesen als Lebensraum angewiesen ist, oder den Gartenrotschwanz. „Das ist ein Verwandter unseres Hausrotschwanzes“, wies der Vorsitzende der Alternative Ecke in Richtung eines Obstbaumes, von wo man einen leisen, wenig abwechslungsreichen Gesang hören konnte. Ganz anders der laute, teils melodische, teils geschwätzige Gesang der Mönchsgrasmücke. „Für mich ist das eine der schönsten Vogelstimmen“, sagte Grabitz und erntete viel Zustimmung.

„Warum singen Vögel überhaupt?“, war eine der Fragen, die der Vogelkenner an diesem Vormittag beantwortete. „Vögel singen, um ihr Revier abzugrenzen und um Weibchen anzulocken“, erklärte Grabitz, und der Gesang bei Singvögeln sei reine Männersache. (Text von Franz Lechner –mit freundlicher Genehmigung).

Viele Vogelfreunde lockte die Exkursion durch das Streuobstwiesengebiet zwischen Zeutern und Ubstadt schon am Sonntagmorgen ins Grüne. Vogelstimmen-Experte Peter Grabitz (rechts) erläuterte den Teilnehmern einzelne Stimmen.

Bildautor: Franz Lechner - mit freundlicher Genehmigung

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